MPU Vorbereitung Jetzt
MPU-Termin verpasst oder abgesagt: Was jetzt passiert und wie Sie ihn richtig nachholen
Wer einen MPU-Termin verpasst oder absagen muss, gerät schnell in Sorge um Fristen und Kosten. Mit dem richtigen Vorgehen lässt sich das meist unkompliziert lösen.

Wer einen MPU-Termin verpasst oder absagen muss, gerät schnell in Sorge um Fristen und Kosten. Mit dem richtigen Vorgehen lässt sich das meist unkompliziert lösen.
Ein MPU-Termin ist oft das Ergebnis wochenlanger Vorbereitung. Umso unangenehmer ist es, wenn kurzfristig etwas dazwischenkommt: eine Krankheit, ein beruflicher Termin, der sich nicht verschieben lässt, oder schlicht eine Verwechslung des Datums. Die gute Nachricht vorab: Ein verpasster oder abgesagter Termin ist in aller Regel kein Beinbruch, solange Sie richtig reagieren.
Was passiert, wenn Sie einfach nicht erscheinen
Erscheinen Sie unentschuldigt nicht zu Ihrem Termin bei der Begutachtungsstelle, wird die Untersuchung schlicht nicht durchgeführt. Die bereits gezahlte Gebühr ist damit in der Regel verloren oder wird nur teilweise erstattet, da die Begutachtungsstelle Personal und Zeitfenster für Sie reserviert hatte. Zusätzlich verstreicht wertvolle Zeit, bis ein neuer Termin gefunden ist, was besonders dann problematisch ist, wenn die Fahrerlaubnisbehörde Ihnen eine Frist zur Vorlage des Gutachtens gesetzt hat.
Termin rechtzeitig absagen: Das sollten Sie beachten
Deutlich besser ist es, einen Termin, den Sie ohnehin nicht wahrnehmen können, frühzeitig telefonisch oder schriftlich abzusagen. Viele Begutachtungsstellen räumen bei rechtzeitiger Absage eine Frist ein, innerhalb derer keine oder nur geringe Stornogebühren anfallen. Wie lange diese Frist genau ist, handhabt jede Stelle etwas anders, weshalb sich ein Blick in die Auftragsbestätigung oder ein kurzer Anruf lohnt, sobald absehbar ist, dass der Termin nicht passt.
Krankheit oder Notfall am Tag der Untersuchung
Wird man erst kurzfristig krank, zählt vor allem eines: schnell Bescheid geben. Sinnvoll ist in diesem Fall:
- Die Begutachtungsstelle so früh wie möglich telefonisch informieren
- Nach Möglichkeit ein ärztliches Attest besorgen, das die Verhinderung belegt
- Direkt im selben Gespräch nach einem Ersatztermin fragen
- Die Fahrerlaubnisbehörde informieren, wenn die vorgegebene Frist dadurch eng wird
Eine nachvollziehbare, rechtzeitige Meldung wird von den meisten Stellen kulant behandelt, gerade wenn es sich erkennbar nicht um ein wiederholtes Muster handelt.
Auswirkungen auf die Frist der Fahrerlaubnisbehörde
Ein Punkt, der oft für Verunsicherung sorgt: Die Fahrerlaubnisbehörde setzt häufig eine Frist, bis wann das MPU-Gutachten vorliegen muss. Ein verpasster Termin verkürzt diese Frist faktisch, weil Zeit für einen neuen Termin und die anschließende Begutachtung eingeplant werden muss. Es ist deshalb ratsam, die Behörde proaktiv zu informieren, wenn sich abzeichnet, dass die Frist durch eine Terminverschiebung eng wird. In vielen Fällen lässt sich eine kurze Fristverlängerung erwirken, wenn nachvollziehbar begründet wird, warum der ursprüngliche Termin nicht stattfinden konnte.
So kommen Sie schnell wieder zu einem neuen Termin
- Melden Sie sich möglichst am selben Tag bei der Begutachtungsstelle zurück
- Fragen Sie gezielt nach kurzfristig frei gewordenen Terminen, etwa durch Absagen anderer Kandidaten
- Prüfen Sie, ob eine andere Begutachtungsstelle in erreichbarer Entfernung schneller Termine anbieten kann
- Nutzen Sie die zusätzliche Zeit, um Ihre Vorbereitung noch einmal zu vertiefen
Fazit
Ein verpasster oder abgesagter MPU-Termin ist ärgerlich, aber selten ein echtes Problem, wenn Sie schnell und transparent kommunizieren. Informieren Sie die Begutachtungsstelle so früh wie möglich, behalten Sie die Frist der Fahrerlaubnisbehörde im Blick und nutzen Sie die zusätzliche Zeit bis zum neuen Termin, um noch sicherer in die Untersuchung zu gehen.
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Fachliche Abgrenzung
Dieser Ratgeber dient der MPU-Vorbereitung und allgemeinen Orientierung zur Fahreignung. Er ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung.