Wann muss ich zur MPU? Der MPU-Check
Viele fragen sich nach einem Vorfall im Straßenverkehr: Wann muss man MPU machen – und wann eher nicht? Der MPU-Check gibt in rund 2 Minuten eine erste, grobe Einschätzung zu Alkohol, Drogen, Punkten in Flensburg und Straftaten.
Wichtig: Dieser Check ersetzt keine Rechtsberatung und keine Einzelfallprüfung. Für eine verbindliche Einschätzung Ihrer konkreten Situation nutzen Sie unser kostenloses Erstgespräch.
Ihre persönliche Einschätzung
Beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihrer Situation. Sie erhalten eine grobe Kategorie mit Prozent-Spanne, keine exakte Zahl – dafür ist der Einzelfall immer entscheidend.
Der MPU-Check gibt eine erste Orientierung, ob und wie wahrscheinlich in Ihrer Situation eine MPU droht. Für eine verbindliche Einschätzung zählt immer der vollständige Einzelfall.
Fachliche Abgrenzung
Dieser Check dient der ersten Orientierung und der MPU-Vorbereitung. Er ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung und keine Akteneinsicht in Ihren konkreten Vorgang.
Wann muss man eine MPU machen?
Eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung wird immer dann angeordnet, wenn die Fahrerlaubnisbehörde begründete Zweifel an der Fahreignung hat. Diese Zweifel entstehen nicht willkürlich, sondern werden über klar definierte Kriterien in der Fahrerlaubnis-Verordnung und im Fahreignungs-Bewertungssystem ausgelöst. Die häufigsten Gründe sind:
- Alkohol am Steuer: Ab 1,6 Promille ist die MPU praktisch immer Pflicht. Zwischen 1,1 und 1,59 Promille wird sie ebenfalls häufig angeordnet, auch beim ersten Vorfall. Im Bereich darunter kommt es stark auf Wiederholung, Unfall oder auffälliges Fahrverhalten an.
- Drogen am Steuer: Bei harten Drogen wie Kokain oder Amphetaminen reicht oft schon ein einzelner Nachweis. Bei Cannabis kommt es seit der Teil-Legalisierung stärker auf den Einzelfall und eine mögliche Wiederholung an.
- Punkte in Flensburg: Ab 8 Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen, und die Neuerteilung setzt in aller Regel eine MPU voraus.
- Straftaten im Straßenverkehr: Fahrerflucht, Nötigung, illegale Rennen oder Fahren ohne Fahrerlaubnis können zur MPU führen, besonders wenn die Fahrerlaubnis entzogen oder eine Sperrfrist verhängt wurde.
- Gesundheitliche oder Verhaltensauffälligkeiten: Hier entscheidet die Behörde auf Basis ärztlicher oder psychologischer Unterlagen im Einzelfall.
Warum eine pauschale Prozentzahl nicht reicht
Der MPU-Check oben gibt bewusst eine Spanne statt einer exakten Zahl aus. Die tatsächliche Anordnung hängt immer vom vollständigen Sachverhalt ab, den nur die zuständige Fahrerlaubnisbehörde oder das Gericht kennt: Vorgeschichte, Aktenlage, Gutachten und regionale Praxis können die Einschätzung im Einzelfall verschieben. Der Check ersetzt deshalb kein Beratungsgespräch, sondern hilft, die eigene Situation grob einzuordnen und die richtigen Fragen für ein Erstgespräch vorzubereiten.
Was tun, wenn eine MPU wahrscheinlich ist?
Wer nach dem Check in den Bereich „wahrscheinlich" oder „sehr wahrscheinlich" fällt, sollte nicht abwarten, sondern frühzeitig aktiv werden: Unterlagen ordnen, bei Bedarf einen Abstinenznachweis rechtzeitig beginnen und eine verkehrspsychologische Beratung aufnehmen. Mehr dazu in unseren Ratgebern zu MPU wegen Alkohol, MPU wegen Drogen & Cannabis, MPU wegen Punkten und MPU wegen Straftaten.
Der MPU-Check ist nur ein erster Anhaltspunkt. Entscheidend für den weiteren Weg ist eine ehrliche, strukturierte Aufarbeitung Ihrer individuellen Situation. In unserer MPU Vorbereitung begleiten wir Sie dabei von der ersten Einschätzung bis zur bestandenen Untersuchung.